ADHS bei Frauen und späte Diagnose
Vielleicht fragst du dich schon länger, warum bestimmte Anforderungen so viel Kraft kosten. Eine Abklärung betrachtet deine persönliche Geschichte.
Warum der Verdacht erst spät entstehen kann
ADHS wird bei Mädchen und Frauen nach NICE häufiger übersehen. Weniger auffällige Symptome können dazu beitragen, dass eine Abklärung ausbleibt. Auch eine andere Diagnose kann zunächst im Vordergrund stehen.
Wenn ein Verdacht erst mit 30, 40 oder später entsteht, wird in der Diagnostik trotzdem die Kindheit mit betrachtet. Schulnoten allein beantworten die Frage nicht, wie viel Unterstützung oder Anstrengung hinter dem Alltag stand.
Was du im Erstgespräch ansprechen kannst
- Welche Schwierigkeiten kennst du schon lange, und welche sind neu?
- In welchen Situationen hilft dir viel Vorbereitung oder Unterstützung?
- Was fällt dir schwer, wenn gewohnte Strukturen fehlen?
- Gab es frühere Untersuchungen oder Behandlungen?
- Welche Fragen möchtest du unabhängig vom Ergebnis klären?
Du musst deine Geschichte nicht an ein vermeintlich „typisch weibliches“ Muster anpassen. Bring auch Beobachtungen mit, die nicht zu deinem Verdacht passen. So kann das Gespräch deine tatsächliche Situation erfassen.
ADHS und andere Erklärungen gemeinsam betrachten
Die diagnostische Untersuchung bezieht aktuelle Beschwerden, Lebensgeschichte und mögliche andere Ursachen ein. Eine bestehende Diagnose ist deshalb ein wichtiger Teil deiner Vorgeschichte. Vorbefunde helfen dabei, bisherige Einschätzungen nachzuvollziehen.
Informiere die behandelnde Person auch über Veränderungen, die du zeitlich klar zuordnen kannst. Daraus allein folgt noch keine Erklärung; es ist zunächst eine Information für das Gespräch.
Ein Erstgespräch in Frankfurt oder per Video
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Quellen und weiterführende Informationen
Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche Diagnostik oder Behandlung.